empfohlen, Neuseeland, Südinsel
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Mit dem Boot im Milford Sound

Das Boot legt ab, Hintergund: Mitre PeakDurch den Fjordauf dem Meersailing the Milford SoundFanta hängt im SegelRobben chillen aufm Steinder Wasserfall am 12.12.2012 um 12:12hdas Boot fährt direkt an den WasserfallMitre PeakKea auf einem Autodach auf dem Heimwegan der Milford Road„Es regnet hier über 200 Tage im Jahr. Heute scheint die Sonne, da habt ihr Pech. Bei Regen ist es wirklich spektakulär, da vervielfachen sich die Wasserfälle an den Hängen um uns herum. Wirklich schade, dass es heute nicht regnet.“ Noch spektakulärer als das, was wir sahen?! Aha.

Wir fuhren gerade mit dem Bus durch die Südalpen zum Milford Sound, als der Busfahrer das gute Wetter bedauerte. Links und rechts von uns steile Felshänge von denen Wasserfälle herunterliefen, immer mal wieder unterbrochen von grandiosen Aussichten durch die Berge. Es war eine gute Wahl gewesen, die Milford Road nicht selber mit dem Wohnmobil zu fahren, sondern von Te Anau den Bus zu nehmen. So konnten wir die 120 Kilometer einfach aus dem Fenster schauen und staunen.

In Milford angekommen lag unser Schiff, die Milford Wanderer, fertig zum Ablegen am Pier. Die meisten Leute, die sich auf die Fahrt über die Berge gemacht haben oder sogar hierher gewandert waren über den Milford Track, gönnen sich eine Bootsfahrt. So auch wir, denn den 15 Kilometer langen Fjord mit seinen steilen Bergen und Hängen wollten wir unbedingt erleben!

Unser erster Blick vom Schiff fiel auf das berühmteste und am meisten fotografierte Motiv: Den Mitre Peak. Er ist mit fast 1700 Metern der höchste Berg des Milford Sounds. Sieht von weitem erst mal nicht so mächtig aus, das ändert sich aber wenn man davor steht.

So ging die Tour durch den größten Fjord im Fjordland National Park los. Neben uns ragten die Felswände steil gen Himmel. An vielen Stellen wuchs ein Regenwald und bei über 200 Regentagen im Jahr muss der sich hier richtig wohlfühlen. Vom Bug und vom Heck hatten wir eine tolle Sicht auf den Milford Sound: In der Mitte die Passage, eingerahmt von steilen Hängen die sich von beiden Seiten ins Blickfeld schoben. Wir suchten uns eine Bank an Deck und aßen unser lecker Picknick (heute: Nudelsalat) und sahen der Landschaft beim Vorüberziehen zu.

Vom Meer aus sah der Eingang des Fjords lediglich aus wie eine kleine Bucht. Das war wohl auch der Grund, aus dem James Cook auf seinen Reisen hier einfach vorbeisegelte und der Milford Sound lange unentdeckt blieb.
Im weiteren Verlauf der Tour steuerte der Captain für uns noch zwei weitere Highlights des Milford Sounds an. Das erste war ein Felsen voller Robben. Nur bei Flut kommen die Tiere hinauf, und legen sich in die Sonne. Zweites Highlight war ein großer Wasserfall, auf den wir zusteuerten. Immer näher kam das Spritzwasser, der Wind trug den Sprühnebel über das Deck. Bis wenige Zentimeter an den Wasserfall heran brachte uns das Boot, zum Greifen nah. Wir hätten problemlos unsere Trinkflaschen auffüllen können, hätten wir sie nur griffbereit gehabt. So sind wir nur nass geworden. Passenderweise war es am Wasserfall 12:12 Uhr am 12.12.2012.

Die Schifffahrt mit Real Journeys war eine super Erfahrung. Jetzt ging es zurück mit dem Bus Richtung Te Anau, wieder über die Milford Road, wieder durch diese unglaubliche großartige Landschaft der Berge und des Fjordland Nationalparks. Der Busfahrer gestand uns eine ganze Reihe von Fotostopps zu, jeder einzelne war das Anhalten wert.

Der Tag im Milford Sound war toll, die Sonne schien, die Landschaft war grandios, und es hat nicht geregnet. Zum Glück.

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