Neuseeland, Südinsel
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Otago Peninsula: wo die wilden Vögel wohnen

Schafe auf der Weide - DAS FotoSeehund in der Nähe der Pinguineauf dem Weg zu den PingusGelbaugen-Pinguin in seiner HütteGelbaugen Pinguin mit JungemPinguinSicht vom Taiaora HeadAlbatross im FlugMöwe vor Leuchtturmdie lieben KleinenWieder das weite Land, das Nirgendwo. Es hatte allerdings neben seiner Schönheit zwei Attraktionen: Pinguine und Albatrosse. Und wieder grandiose Landschaften bei bestem Wetter. Wir machten los, und die Tour startete beinahe damit, dass ich mir das  Bein brach.

Denn die meisten Unfälle passieren beim Fotografieren. Wir stoppten inmitten der grünen Hügel der Otago Halbinsel, umgeben von Schafen. Beim Blick durch die Linse einen Schritt zurück gemacht, direkt in ein ziemlich tiefes Loch. Mit verdrehtem Knie fand ich mich auf meinem Hintern sitzend wieder. Hatte ich eine Angst, mit Gipsfuß und Stricknadel zum Kratzen den Rest der Weltreise verbringen zu müssen. Ist aber alles gut gegangen.

Am Penguin Place der nächste Schreck: Pinguine angucken kostete 45 Dollar pro Person. Es sei ja ein privat geführtes und finanziertes Tierschutzprojekt, mit seinem Eintritt tue man was Gutes. Und da wir uns erstens für gute Menschen hielten und zweitens unbedingt die Gelbaugen-Pinguine sehen  wollten, nahmen wir an der Tour teil. An einer Bucht beobachteten wir als Erstes ein paar Seehunde, die sind hier wirklich überall. Und dann ging es durch ein System von Gräben in verschiedene Verstecke, um die Pingus zu beobachten. Mit ihren Jungen saßen sie in ihren Unterschlupfen oder streiften durch die Wiesen und Büsche. Und alles waren wildlebende Tiere, die von sich aus hier ihre Nester bauten. Vor einiger Zeit sind eine Menge Pinguine gestorben, weil es zu heiß war. So langsam werden es Jahr für Jahr wieder mehr. Wir haben eine ganze Reihe von Gelbaugen-Pinguinen aus der Nähe sehen können, schlecht angelegt waren unsere Dollars nicht.

Das nächste Angebot zur tierischen Geldanlage war das Royal Albatross Center. Für 40 Dollar könne man in ein Beobachtungshäuschen gehen und drei Albatross-Nester anschauen. Heute bei dem Wind würden sie auch besonders viel fliegen, sie liebten dieses raue Wetter. Ob wir die Albatrosse auch vom Strand fliegen sehen könnten? Ja wenn wir Glück hätten. So sind die Kiwis, sie geben dir immer gern einen Tipp. Wir sparten den Eintritt und gingen vor der Center-Tür an die Klippen. Wir hatten Glück. Über uns segelten die Königsalbatrosse gegen den Wind. Wirklich schöne Vögel! Majestätisch kann man sagen.

Die Möwen nebenan hatten übrigens ihre Junge. Normalerweise machen wir uns ja nicht so viel aus Möwen, aber mit den Kleinen sind sie ganz klar einen Fotostopp wert.

Soviel Tierfotografie an einem Tag hatten wir selten: Schafe, Pinguine, Albatrosse, Möwen und selbstverständlich einen Seehund. Welcher Reisende kennt nicht das Problem, das wir jetzt hatten?! Die Speicherkarten waren voll! Aber schön war’s.

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