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Chiang Mai: Ist es Kunst?

What is art?Tempel aus HolzBuddha mit BlattgoldEingang zum TempelIn der TempelanlageDer Mönch hinter GlasFiguren im Wat Phra SinghWeisheiten des BuddhismusAuf dem Sunday Night MarketEssen in TütenKrebs aus dem MarktFanta beim KochkursSelbstgemachte Curry-Paste„What is art?“ Singt das Skelett. Vielleicht noch: „Baby don’t hurt me, don’t hurt me…“ Das passt zu diesem Ort. Chiang Mai ist voll mit Kunst, vielleicht um den Preis, ein bisschen künstlich zu sein. Die Stadt zieht viele Besucher an, die die Tempel, das gute Essen und die Märkte sehen wollen. Wie so viele kamen auch wir, um bewusst oder unbewusst die Kunst in allem was wir erlebten zu suchen:

In der Altstadt reihen sich die Tempel sprichwörtlich aneinander. Drei der bekanntesten haben wir besucht:

Der Wat Pundtow liegt fast unscheinbar im Schatten seines großen Nachbarn Wat Chedi Luang. Dennoch ist der Tempel unglaublich schön, denn er ist komplett aus Holz gebaut. Das Holz im Kontrast mit den goldenen Buddhas gibt ihm eine ganz eigene unverwechselbare Seele.

Der Wat Chedi Luang ist eine große Anlage mit verschiedenen Tempeln. Das große Haus direkt am Eingang ist mit viel Gold verziert und eine Vielzahl goldener Buddhas schmückt den Innenraum. Schilder warnen vor überfreundlichen Fremden, die ihre Dienste anbieten. Direkt neben den Schildern wurden wir, ist ja klar, gleich zwei Mal angesprochen: „Germany? Oh from Munich? No?! Oh were from? How long are you staying?!“ Konnten uns dennoch verkneifen die netten Jungs als Guide zu engagieren.

Das kuriose Highlight des Tempels war ein Mönch in einem Glaskasten. Lebensecht guckte er durch die Scheibe. Wir waren überzeugt, dass da ein ausgestopfter Mensch saß. Das war ein wirklich merkwürdiges Gefühl. Erst eine spätere Recherche im Internet überzeugte uns, dass hinter dem Glas eine unfassbar gut gearbeitete Wachsfigur gesessen hatte.

Der Wat Phra Singh ist eine vielseitige Anlage. Im Haupthaus dominiert ein großer goldener Buddha den Raum. Aber noch schöner sind die kleinen Häuser und Tempel darum herum. Sie sind verziert mit kunstvollen Figuren. In einem ist ein anscheinend ziemlich bekannter goldener Buddha zu finden. Und im Garten hängen an den Bäumen Weisheiten des Buddhismus, fast wie Street-Art verzieren sie den Platz.

Überhaupt, in Chiang Mai haben wir immer wieder Street Art entdeckt. In kleinen Gassen war sie an Hauswänden zu finden. Wie unser Favorit, das so charakteristische Skelett an der Wand vor einem Hostel.

Mitten durch die Altstadt findet auf der Sunday Night Market Street jeden Sonntagabend der berühmte Markt statt. Hier wird vor allem eines Verkauft: Kunst und Kunsthandwerk in Form von Lampen, Stoffen, Bildern, Schnitzereien oder kleinen Skulpturen. Der Nachtmarkt machte riesigen Spaß. Mit uns war hier gefühlt die halbe Stadt unterwegs. Am besten waren die Essenstände in einer Seitengasse. Hier saßen wir den ganzen Abend, und haben von jedem Stand gekostet: Saté-Spieße, geratene Nudeln, Maracuja-Shakes, Chicken-Gyros… bis wir glaubten zu platzen. Es war einfach auch zu lecker.

Überhaupt, in Chiang Mai kann man sehr lecker essen gehen. Wir hatten einen wirklich guten Burger und waren ausgezeichnet burmesisch essen. Die größte Überraschung erlebten wir, als wir unser Essen zum Mitnehmen orderten: Wir bekamen alles (Suppe, Glasnudeln Hühnchen und Reis) jeweils in kleine Plastiktüten verpackt. Keine Plastikschalen oder Styropor-Teller. Wie sollten wir das im Hostelzimmer ohne eigenes Geschirr essen?! Kein Problem: Wir schnitten mit der Nagelschere einfach den Boden von zwei Plastik-Wasserflaschen ab. Funktionierte erstaunlich gut!

Der Kunst der thailändischen Küche wollten wir unbedingt auf den Grund gehen. Wir machten einen Kochkurs in einer der zahlreichen Kochschulen. Hier lernten wir, wie ein gutes Cashew-Chicken, Papayasalat, eine eigene Currypaste und das passende Curry gemacht werden. Das Geheimnis der thailändischen Küche liegt in ganz viel Knoblauch, noch mehr Chili und etwas Zucker und Fischsoße. Das Ergebnis ist ziemlich lecker.

Eine Menge von dem, was wir in Chiang Mai erlebt haben, war durchaus auf den Tourismus ausgerichtet. Dennoch: Vieles war schön. Schön, weil mit viel Liebe, viel Mühe oder viel Enthusiasmus gemacht. Was it art? Absolutely!

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