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Die buddhistische Hölle: Im Figurengarten des Mönchs

Phra Sumroeng, der Erschaffer des FigurengartensBuddhas GeburtSidharta schneidet sich die Haare abder Prinz lebt in Askese und hungertBuddha bekehrt AngulimalaFiguren in der Hölle des Buddhismusschlechtes KarmaAlles begann mit dem Traum, der den Mönch inspirierte. So renovierte er in den 1970er Jahren ein altes vergessenes Kloster und recycelte alles, was er dort fand. Nach und nach  schuf Phra Sumroeng seinen Garten mit über 100 kunstvollen Figuren und Skulpturen. Sie erzählen die Geschichte des Buddhismus und zeigen eine Vorstellung der buddhistischen Hölle.

Der Wat Thawet, so heißt der Ort, liegt abseits aller ausgetretenen Touristenpfade, sogar abseits fast aller Pfade. Denn auch für die Locals ist der Ort nicht sonderlich interessant, es gibt viel wichtigere Tempel in der Region. So bleiben vor allem die Schüler der Schule gegenüber, die oft hierher kommen, um über die Geschichte des Buddhismus zu lernen.

Die Geschichte des Prinzen Sidharta (und späteren Buddhas) beginnt damit, dass sich seine Mutter bei dessen Geburt an einem Sal-Baum festhält. Das Baby unternimmt direkt danach sieben Schritte und aus jedem Fußabdruck wächst eine Lotusblume. Der Prinz wächst wohlhabend auf, bis er als junger erwachsener Mann seine Frau und Kinder verlässt, um in die Welt zu ziehen. Dort schneidet er sich die Haare ab, meditiert und lebt in Askese, bis er schließlich kurz vor dem Hungertod den Weg der Mitte findet. Er entwickelt seine Lehre des Buddhismus und trägt sie weiter.

Die Figuren des buddhistischen Hölle zeigen sehr anschaulich das Konzept des Karma: Jede Handlung wird eine Auswirkung haben, entweder in diesem oder vielleicht auch im nächsten Leben. Zum Beispiel trägt eine Figur einen Schweinekopf, vielleicht hat sie Schweine schlecht behandelt. Denn Tiere sinnlos quälen bringt nach buddhistischer Lehre ein schlechtes Karma. Übrigens, Tiere zum Verzehr zu töten geht in Ordnung, hat ja den Sinn des Überlebens.  Den Figuren in der buddhistischen Hölle sieht man ihr schlechtes Karma an. Ob sie bemitleidenswert sind? Nun, sie haben schlechtes getan…

Der Garten des Mönchs ist ein toller Stopp für einen Ausflug. Ein etwas kurioser und zugleich faszinierender Ort, der den Besuch definitiv wert war.

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