empfohlen, Thailand
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Unsere eindrucksvollen Entdeckungen mit dem Fahrrad in Sukhothai

gebratene RatteLust auf Schweinefleisch?heute gibts AubergineTabak und Chili auf dem FeldTabak trocknet auf der Verandaauf dem BlumenfeldZeremonie zur Verabschiedung eines MönchsMönche bei der ZeremoniePilze beim Wachsenam ReisfeldSonnenuntergang im ReisDie Hängebrückeweck das Krokodil nicht aufan einer Fischfarm im FlussWir wollten erst nicht nach Thailand reisen. Zu touristisch, zu pauschal, zu ausgetreten die Pfade und nichts mehr zu entdecken. Dachten wir zumindest. Diese Annahme war grundlegend falsch, falscher hätten wir nicht liegen können. Bester Beweis sind unsere Radtouren im Umland von Sukhothai.

1. Der lokale Markt: Früh am Morgen radelten wir mit unserem Guide Mem von Cycling Sukhothai direkt in den Markt hinein. Die Räder gaben wir einfach bei einer Frau an einem Stand ab. Und dann zeigt uns Mem was es hier alles so gibt: gebratene Ratten, Baby-Schildkröten (zum Aussetzen für „good luck“), einen ausgehöhlten Schweinekopf als Deko am Fleisch-Stand, lebendige Frösche (Froschschenkel sind wohl gefragt) und unzählige Variationen von Auberginen nebeneinander (Thais mögen Auberginen). War schon ein Unterschied zum Touristen-Markt :)

2. Die Felder und die Menschen die darin ihren Lebensunteralt verdienen. Wir haben Tabakfelder gesehen und Tabakpflanzen, die auf der Veranda der eigenen Hütte getrocknet wurden. Tabak  bringt höhere Einnahmen als Reis. Wir sind durch Chilifelder geradelt. In einem Blumenfeld sind wir mit den Menschen, die gerade die Blumen pflückten ins „Gespräch“ gekommen: Eine Blume für Jutta (die Flower Lady) zum Anstecken und mehrere lachende „Hello How are you?!“ Die Blumen werden später übrigens verkauft an Leute, die mit ihnen im Tempel dem Buddha Respekt erweisen wollen.

3. Die Verabschiedung eines Mönchs im Tempel: Wir sind hier ganz zufällig reingeraten. Mem fragte mich, ob ich ein Foto vom Mönch am Fenster eines Tempels machen wollte. Klaro wollte ich. So kamen wir mit dem Mönch ins Gespräch. „Kommt doch rein! Wir haben hier gerade eine Zeremonie!“ So kamen wir hinein, in eine Zeremonie in der ein Mönch gerade das Kloster verlässt und alle Mönche ihm viel Glück wünschen. Denn Glück kann jeder gebrauchen, auch wenn er geht. Es ist Tradition in Thailand, dass man als junger Mann mindestens 15 Tage als Mönch lebt. Und auch wir sollten viel Glück haben, das Glück sollte an der Seite eines Jeden sein, der dieser Zeremonie beiwohnte.

4. Die Pilzfarm: Wir stoppten am Fluss vor ein paar Hütten ohne Fenster. „Kommt mal hier mit, da ist eine Pilzfarm!“ Wir liefen einfach auf das Grundstück und in die offenen Hütten. In der Dunkelheit erkannten wir die Regale die eng beieinander standen, voller Plastiksäcke die mit Erde gefüllt waren. Aus den Öffnungen der Plastiksäcke wuchsen die Pilze. Um uns herum war alles voller Pilze! Abgefahren.

5. Sonnenuntergang am Reisfeld: Einfach schön, wenn sich die untergehende Sonne im Wasser der Reisfelder spiegelt und der orange-rote Himmel einen tollen Kontrast zum satten Grün der Reispflanzen abgibt.

6. Zusammengezimmerte Brücken: Sie sahen abenteuerlich aus, wir sind trotzdem darüber gefahren. Auch wenn bei den Hängebrücken hier und da mal eine Planke fehlt, mit dem Rad kommt man gut darüber. Bei der wackligen Bambusbrücke mussten wir aber doch absteigen und das Fahrrad tragen. Mit höchster Konzentration und Vorsicht, die Warnung unseres Guides hatten wir immer im Kopf: „Weckt das Krokodil nicht auf!“*

Die Fahrrad-Touren um Sukhothai waren ein Highlight unserer Reise durch Thailand. So nah waren wir den Menschen und dem Leben hier sonst nie. Es war so freundlich, (beim Radfahren kamen Kinder zum Winken und Hand abklatschen), offen (wer hätte gedacht, dass wir von den Mönchen eingeladen werden?!) und vielseitig (und damit meine ich nicht nur den Markt), einfach eindrucksvoll.

Info

  • Wir haben unsere Touren mit Cycling Sukhothai gemacht und waren begeistert. Es gibt aber auch andere gute Anbieter vor Ort, wie wir hören.
  • Die Fahrräder waren Mountainbikes mit guten Bremsen. Die braucht man aber auch.
  • Unsere gebuchten Touren: Evening Sunset-Tour und Dharma & Karma Tour (mit einem Stück Hauptstraße)

 

* war natürlich ein Scherz vom Guide.

2 Kommentare

  1. Janina sagt

    man sagt, man solle so langsam wie möglich reisen, also mit dem fahrrad oder zu fuß, denn dann kommt man am meisten mit dem land in berührung, welches man bereist….eure fahrradtour ist ein beweis dafür

    • Tobias sagt

      ja, wir hoffen, das wiederholen zu können und nochmal so nett auf Land und Leute zu treffen.

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