Australien, der Süden, empfohlen
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Entlang der Great Ocean Road

Great Ocean RoadThe ArchLondon BridgeWellen schlagen gegen die KlippenLoch Ard GorgeFanta bei den Twelve ApostlesTwelve Apostlesan den Twelve Apostles12 ApostelsBrücken durch die BaumkronenEukalyptus von obenKoala auf dem Weg zum LeuchtturmFanta am LeuchtturmSurfer am StandParkplatz am Lookout an der GORBei Rebecca’s fing alles an: Wir saßen in diesem Café in Port Fairy und hatten ein unglaublich gutes Steak Sandwich und einen Salat mit Lachs und Avocado. Hier war unser Startpunkt für die Great Ocean Road und hier fing der Regen an.

Die Great Ocean Road wurde von heimgekehrten Soldaten nach dem ersten Weltkrieg gebaut, als eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Sie beginnt kurz hinter Port Fairy und geht bis Torquay kurz vor Melbourne. Wir haben uns insgesamt 3 Tage Zeit für die knapp 250 Kilometer gelassen. Der Plan war, an jedem Punkt zu stoppen, an dem es etwas zu sehen gibt.

Den ersten Abschnitt fanden wir am spektakulärsten: Er wird Shipwreck Coast genannt. Hier liegen über 80 Schiffe auf dem Grund des Meeres. Das Meer peitscht hier rauh gegen die Kalksteinklippen, und immer wieder bricht ein Teil der Klippen ab. So sind die Twelve Apostles (zwölf Apostel) nicht mehr vollzählig (2005 ist ein ganzer Apostel-Fels eingestürzt) und die London Bridge ist keine Doppelbrücke mehr (einer ihrer zwei Bögen ist 1990 eingestürzt) und heißt deswegen jetzt London Arch. Als wir oben auf den Klippen standen, donnerten die Wellen mit großer Kraft gegen die Felsen unter und neben uns und die Gischt spritzte bis zu uns hoch und beschlug unsere Brillen. Auch Fanta blieb nicht verschont, er bekam Salzwasser auf sein Fell und der Wind ließ seinen Rüssel wild schlackern.

In der Schlucht des Loch Ard Gorge erwischte uns der Regen ein wenig und ließ die Naturgewalten noch dramatischer wirken. Nachdem 1878 hier das Schiff Lorch Ard sank, überlebten nur der Schiffsjunge Tom und die Passagierin Eva. Beide brauchten fünf Stunden, um durch die tosenden Wellen an den Strand zu gelangen. Tom und Eva heißen jetzt die beiden Felsen die den Eingang der Bucht formen. Vor der Schlucht gibt es einen Aussichtspunkt, von hier oben sah man die Wellen richtig wild toben.

Eine weitere absolut sehenswerte Formation war the Grotto: Vom Meer her haben die Wellen eine Schlucht gegraben. Von Landseite her hat Sickerwasser ein Loch geformt, welches sich jetzt mit der Schlucht auf Meeresseite verbindet. Von zwei Seiten wird das Gestein hier weggewaschen und bildet the Grotto.

Am bekanntesten und vielleicht am schönsten sind die Twelve Apostles. Die Küste weicht hier jedes Jahr etwa 2 cm zurück. An dieser Stelle sind acht Pfeiler im Meer stehen geblieben und trotzen (noch) den Wellen. Bei unserem ersten Stopp begann es hier zu regnen. Einen halben Tag später frühmorgens hatten wir aber Glück und erwischten ein Loch in den Wolken. Die Kameras standen bereit, Fanta kletterte auf das Geländer am Aussichtspunkt und wir konnten tolle Fotos mit ein wenig Sonnenlicht schießen und die Aussicht genießen.

Ein paar hundert Meter weiter führen Stufen die Klippen hinunter zum Strand. Hier kann man am Strand in Sichtweite der Twelve Apostels spazieren. Auf der einen Seite kommen die hohen Wellen an, auf der anderen Seite ragen die hohen Klippen gegen Himmel.
Nach der Shipwreck Coast führt die Straße etwas weg von der Küste. Wir machten einen Abstecher zum Otway Fly and Treetop Adventures. Hier kann man auf Stahlbrücken in 50 Metern auf Höhe der Baumkronen durch einen Regenwald wandern. Der Wald bestand vor allem aus Eukalyptusbäumen, es roch recht gut. Der Blick von oben den Tamm entlang nach unten war auch nicht …. schlecht. Dann begann es wie auf Bestellung zu regnen. Wir waren schließlich im „Rainforrest“ wie uns die Dame an der Kasse kurz zuvor noch erklärte.

Später und bei wieder besserem Wetter besuchten wir den zweiten in Australiens gebauten Leuchtturm am Cape Otway. Auf dem Weg dorthin mussten wir plötzlich stoppen. Direkt nach einer Kurve standen viele Autos am Straßenrand, Menschen auf der Straße, nichts ging mehr. Denn auf den Ästen über und neben der Straße saßen Koalas. Nicht einer, nicht ein paar, sondern richtig viele. Wer in freier Wildbahn Koalas sehen möchte, ist hier genau richtig. Übrigens, wenn die Straße übersäht ist mit Flecken die wie Tierkot aussehen, dann sitzen zumeist über einem die Koalas.

Im weiteren Verlauf wechselten Wald, grüne Hügel und Steilküste sich ab. An den Stränden ritten Surfer durch die Wellen. Es wurde heller und regnete weniger. Und irgendwann tauchte am Horizont die Skyline von Melbourne auf. Wir waren über die gesamte Great Ocean Road gefahren. Jetzt gaben wir unseren roten Toyota Corolla zurück an Hertz und gingen in der Vormittagssonne einen Kaffee trinken.

 

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