Thailand
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4 Transportmittel in Thailand: Flugzeug und Boot (Teil 1)

„Da komm isch nachts ins Hostel, sacht einer aufm Zimmer Du, der Klaus lässt sich grad tätowieren. Sach isch neee glaub isch nit, dat wär ja wie in Hangover. Meint der, doch doch, isch haben fotografiert. Da saß der da wirklisch beim Tätowieren!“

Coole Story, und wahr. Zwei Jungs aus Recklinghausen haben uns von ihrer Partyzeit erzählt als wir auf dem Weg zum Nachtzug waren. Unterwegs trifft man Leute.

Wir sind in Thailand von Bangkok aus in den Süden nach Ko Lanta und anschließend in den Norden in Richtung Chiang Mai gefahren. Dabei  haben wir vier Transportmittel für lange Strecken ausprobiert: Das Flugzeug, den Zug, den Bus und das Boot. Auch wenn manchmal das System in Thailand ein wenig chaotisch wirkt, das Reisen funktioniert wirklich gut! Auf dem Weg in den Süden haben wir uns für das Flugzeug und das Boot entschieden.

Mit dem Flugzeug nach Krabi

der leere Don Muang Flughafenpush back im Morgengrauen (Air Asia)über den Wolken in ThailandFür unseren Flug mussten wir mitten in der Nacht aufbrechen. Im Gehen trafen wir im Hostel noch eine junge Kanadierin, die mit ihrer Eroberung und wackeligen Beinen gerade von einer ausgiebigen Feier zurückkam. Sie erkannte uns vom Frühstück und wünschte uns eine tolle Reise. Die lokale Eroberung mit Tattoo stand etwas verloren daneben und wartete darauf, weiter mitgenommen zu werden.

Bei der Buchung mit Air Asia stellten wir fest, dass alles extra berechnet wurde: Gepäck, Sitzplatz, Essen an Board und die Gebühren. Trotzdem bekamen wir auch bei unserer kurzfristigen Buchung ein recht preiswertes Ticket. Das Flugzeug (Airbus A320) war modern, der Check-In gut organisiert und wir konnten sogar das Boot für den Inseltransfer mitbuchen.

Am Don Muang Flughafen war es noch dunkel auf dem Flugfeld, die ersten Flieger starteten erst im Morgengrauen. Auf dem alten Bangkoker Flughafen fanden wir noch überall die Spuren der Vergangenheit mit internationalen Airlines, jetzt starten von hier vor allem die Billigflieger Nok und Air Asia.

Am Seven-Eleven deckten wir uns mit einem kleinen Frühstück ein (Muffin und Wasser) und warteten in der ziemlich leeren Abflughalle auf das Boarding. Unser Flieger war unter den ersten, die an diesem Tag hier starteten. Wir flogen los in den Sonnenaufgang über den Wolken und sahen von oben einige atemberaubend schöne Landschaften in der Morgensonne. Nach einer guten Stunde landeten wir in Krabi, von wo aus wir unser Boot auf die Insel nehmen wollten.

Das Boot nach Ko Lanta

am Hafen in KrabiZugestiegen!Gepäck an BordEin Boot nach LantaDie beiden Briten auf dem Boot erzählten uns, dass sie ein Familientreffen auf Lanta hätten. Sie kamen direkt auf Großbritannien und waren seit 48 Stunden auf den Beinen. Der andere Teil Ihrer Familie käme extra aus Neuseeland (hach…) hierher, sie träfen sich sozusagen in der Mitte und freuten sich auf den Strand.

Bevor wir über einen schmalen Steg an Bord gingen, wurde uns netterweise das schwere Gepäck abgenommen. Es wurde parallel über die Reling an Deck gehievt und dort gestapelt. Auf dem Boot gab es zwar eine Kabine, aber bei dem heißen Wetter zogen es fast alle vor, draußen im Fahrtwind zu bleiben. Eine Klimaanlage gab es nämlich nicht. So saßen wir auf dem Boden am Rand des Boots und ließen unsere Füße über Bord baumeln. An uns zogen steile bewachsene Felsen und Strände vorbei. An einem Strand kamen ein paar kleine Boote herangefahren und brachten weitere Passagiere und Gepäck. Jedes Stückchen Platz auf dem Boot wollte gut ausgenutzt sein.

Gekühltes Bier wurde zum Verkauf angeboten, die Briten neben uns schlugen in der Mittagssonne begeistert zu. Die Party bei einigen Inselhoppern ist permanent. Im Innenraum saß kaum jemand, die Schwimmwesten waren dort über die Lehnen der Sitze geschnallt, als Polster für den Rücken. Zwei Stunden später konnten wir von Bord gehen, die Menschen über den schmalen Steg, das Gepäck wieder über die Reling.

Alles in allem funktionierte das Zusammenspiel von Flug und Boot wirklich gut und wir sind bequem auf Ko Lanta angekommen. Nur das Aufstehen zu einer Zeit, zu der andere Schlafen gehen muss nicht jeden Tag sein. Auf dem Rückweg in den Norden wollten wir dann den Landweg ausprobieren.

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  1. Bin Zweimal mit der Nok Air geflogen. Einmal nach CHiang mai und einmal nach Udon Thani. Lief alles wie am Schnürchen. Ein Boot habe ich nur einmal benutzt. Ist aber auch keine schlechte Art zu reisen.

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