Neuseeland, Nordinsel
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Coromandel

Auf der Coromandel-Halbinsel haben wir uns die Füße verbrannt. Aber der Reihe nach.

Die Coromandel Peninsula ist die Halbinsel östlich von Auckland. Sie ist voller sehenswerter Natur, mit grünen steilen Bergen in der Mitte und ihren zwei Küsten. Ganz in den Norden durften wir wieder mit unserem Wohnmobil nicht hin (versicherungstechnisch), also sind wir ganz in den Osten gefahren. Abends kurz vor Toresschluss checkten wir in den lokalen Top 10 Holiday Park ein. Die Facilities waren super, wir bekamen eine Schaufel geliehen und es gab ein aufgeblasenes großes Hüpfkissen. Das Hüpfkissen war ein großer Spaß und die Schaufel hoben wir auf bis zum nächsten Tag.

auf der Wanderung zur Cathedral CoveVorsicht!Cathedral CoveCathedral CoveHot Water BeachIn Bowentown am StrandIn Bowentown am Strand der Morgen danachAm nächsten Morgen ging es früh los. Erstes Ziel war die Cathedral Cove. Vom Parkplatz aus wanderten wir 45 Minuten einen Pfad durch einen Farn-Wald hinunter an die Bucht Mare‘s Leg Cove. Das letzte Stück ging eine Treppe die steilen Felsen hinunter zum Strand. Warnschilder warnten uns vor herabfallenden Steinen und Felsen. Hier war also das bekannte Loch im Fels, die Cathedral Cove. Wie ein Dach einer Kathedrale spannt es sich über einen wenn man durch sie hindurch geht. Wir genossen das Szenario ein wenig, dann liefen wir bergauf 45 Minuten zurück zum Parkplatz.

So eine Wanderung am frühen Morgen strapaziert ein wenig, deswegen brauchten wir eine Stärkung. Vor allem weil wir ganz in früher-Vogel-Fängt-den-Wurm-Tradition ohne Frühstück losgezogen waren. Ein Steaksandwich und eine Quiche gaben uns all die Mineralien und Nährstoffe zurück, die wir so dringend brauchten für die nächste Mission: Ein Loch am Strand graben.

Wir hatten ja die Schaufel noch. Mit ihr gingen wir an den Hot Water Beach. Unter diesem Strand sind zwei heiße Quellen, und bei Ebbe kann man direkt über ihnen ein Loch graben und sich in das warme Wasser legen. „To dig a pool“ sagen die Locals. Und auf der Suche nach einer geeigneten Stelle zum Graben verbrannten wir uns die Füße. Das Wasser ist nämlich 65 Grad heiß, und 65 Grad darf man nicht unterschätzen, haben wir am eigenen Leibe gelernt.

Am Hot Water Beach haben ziemlich viele Leute nach einem Ort zum Graben gesucht, so waren die guten Stellen schon weitestgehend mit gegrabenen Pools belegt. Aber mit ein wenig Ausdauer und Glück haben auch wir die perfekte Lage mit nicht zuuu heißem Wasser für uns gefunden und ein wunderbares Bade-Loch gegraben. Bei dem kalten Wind im warmen mineralstoffreichen Wasser zu liegen war Wellness pur!

Nachmittags zog der Himmel zu, es fing an zu regnen und wir fuhren die Küste weiter nach Bowntown. Hier liegt ein Holiday Park direkt am Strand, und an diesem verregneten Abend waren wir das einzige Wohnmobil das hier kampierte. In einer Regenpause gingen wir noch an den Strand, die Stimmung war wie in Mittelerde zu dramatischsten Zeiten. Schööön. Am nächsten Morgen war schon wieder alles vorbei, die Sonne schien und wir fuhren los in Richtung Auenland.

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