Australien, Ostküste
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On the road

Von Cairns nach Brisbane sind es etwa 1700 Kilometer. Auf der Karte sieht das ja nicht so wild aus, aber es ist schon verdammt weit. Auf diesen Weg von Cairns nach Brisbane haben wir uns gemacht. um die Weite des Landes zu erfahren.

der GreyhoundStraße durch Zukerrohrim ZuckerrohrStop!Beefder Zuges wird dunkelAlles fing in Cairns an. Es gab keine Mietwagen. Null Komma null Chance einen zu bekommen. Es war der Anfang der Schulferien und alles war ausgebucht. In eineinhalb Wochen könnten wir vielleicht Glück haben, meinte die Lady am Europcar-Schalter noch. Also fuhren wir die erste Etappe im Greyhound Bus. Durch schnurgerade endlose Straßen durch den Regenwald im Norden von Queensland und haben gleich einen Blick auf rote Erde genommen.

Ab Townsville hatten wir dann unser eigenes Gefährt. Einen kleinen weißen Hyundai der uns über den Bruce Highway gefahren hat. Die Straßen blieben endlos lang. Über Kilometer gab es streckenweise kein einziges Haus, nichts. Die Landschaft wechselte von tropisch zu trocken, entlang der Strecke Zuckerrohrfelder, riesige Rinderherden, tote Kängurus am Straßenrand oder Steppe mit Büschen und einzelnen Bäumen. Parallel zum Highway verliefen oft die Schienen der Eisenbahn, manchmal kamen hier anscheinend kilometerlange Güterzüge vorbei mit mehreren Locks an der Spitze und in der Mitte des Zugs.

Eine Sache in Australien mussten wir schmerzhaft lernen. Wenn der Routenplaner oder ein Australier sagt, die Fahrt würde 3 Stunden dauern – rechne immer mit 4 oder 5 Stunden. Wie habe ich die deutsche Autobahn vermisst. Der Highway ist zweispurig, also nur eine Spur pro Richtung. Das Tempolimit bei maximal 100 km/h. Und eine Baustelle jagt die nächste. Baustelle in Australien bedeutet: Es steht jemand mit einem Stoppschild auf der Straße und man muss zwischen 5 und 20 Minuten warten, bis man weiterfahren darf. Und da die Stoppschild-Halter aufeinander folgen, lernt man auf australischen Highways seinen inneren Buddha sehr sehr gut kennen.

Wir waren an Stränden, inmitten von Zuckerrohrfeldern, in Roadhouses, an Dorftankstellen oder in Warteschlangen vor Baustellen. Aber auch nach einer langen Fahrt sind wir immer gut an unseren Unterkünften angekommen. Und haben viel australische Weite gesehen.

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