Laos
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Wat Phou Champasak – das kleine Angkor Wat

Einer der Paläste in der TempelanlageWat Phou, der Weg zu den StufenMönch in Wat Phoudas Heiligtum auf dem BergIm HeiligtumRelief an der WandElefanten über der Türdie schiefe WandAussicht vom Berg über die AnlageDer Schweiß lief mir in die Augen. Warum mussten wir schon wieder mittags, genau dann wenn es am heißesten ist, den Berg hochjapsen? Oben angekommen spendeten die knorrigen Bäume ein wenig Schatten, mit einem großen Zug trank ich meine Wasserflasche leer und schaute um mich: Ich war inmitten der Ruinen eines uralten Khmer-Tempels. Unter mir weitere Teile der Tempelanlage und eine Aussicht bis zum Mekong. Auf einmal überkam mich die Freude, hier oben zu sein.

Der Wat Phou in Champasak ist ein Tempelkomplex aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. An dieser Stelle war auch der Beginn der alten Straße nach Angkor Wat. Die Anlage zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Um hinein zu kommen, ging es durch das Laotische Ticketing-System: Der erste Stand war zuständig für Information, wir bekamen einen Flyer. Der zweite Stand registrierte uns (zwei Erwachsene, Foreigner). Das brachte uns zum dritten Stand, der den Zettel von Stand zwei eintauschte gegen zwei Tickets. Stand Nummer vier entwertete diese dann mit der Lochzange. Wir waren drin!

Mit einer Art Golf-Cart wurden wir zu den beiden Palästen auf halber Höhe gebracht. Beide werden gerade restauriert, wir konnten deswegen leider nicht hinein. Dafür begann hier der Aufstieg auf den Berg zum Heiligtum.

Auf dem Weg stoppte uns ein älterer Herr aus Thailand, ob er uns fotografieren solle? Klar, warum nicht?! Die Kulisse war doch super! Wir gaben ihm unsere Kamera und warfen uns in Pose. Doch dann ging es weiter: Er stellte sich neben uns, unbedingt wollte er ein Foto mit uns gemeinsam haben. Seine Frau wurde rangeholt, um das Foto zu schießen. Dann tauschten sie, seine Frau kam aufs Bild mit uns. Während der ganzen Aktion hatten wir außer „Where are you from“ kein Wort miteinander gewechselt. Keine Ahnung, warum die beiden Asiaten so scharf auf ein Bild mit uns zwei Ausländern waren.

Über unförmige gealterte Stufen ging es den Berg weiter hinauf bis zum Heiligtum. Der kleine Tempel aus Stein hatte schon Risse in den Wänden und stand völlig schief. Ein Blechdach schützte notdürftig vor dem Reinregnen. Trotzdem, es war wunderschön hier oben. Inmitten der Bäume und des wild gewachsenen Grases erhoben sich die mit eingemeißelten Figuren verzierten Steinwände: Barbusige Schönheiten, Elefanten und Muster waren abgebildet und hatten die Zeit überstanden. Ich kam mir ein vor wie in einer Mini-Ausgabe von Angkor Wat.

Kategorie: Laos

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Ich mag es zu reisen und zu fotografieren. Auf meiner Weltreise und vielen anderen Reisen habe ich einiges erlebt. Darüber schreibe ich in diesem Blog. Mehr über mich findet Ihr unter Über uns.

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