Bali, empfohlen
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Nusa Lembongan

Perama Boot nach LembonganSeetangbauernDie Fahrt auf die Insel Lembongan begann mit  nassen Füßen. In Sanur sollten wir unseren „Transport“ das Perama-Boot besteigen. Nur gibt es in Sanur keinen Hafen. Stattdessen mussten wir mit unseren großen Rucksäcken durch den Sand am Strand zur Brandung. Den hier lag das Perama-Boot. Ein Schritt ins Wasser, ein Schritt aufs Boot und die Überfahrt durch die Wellen nach Lembongan ging los. Fanta war während der Fahrt ein wenig bleich um den Rüssel und musste die ganze Zeit den Horizont fixieren. Mitglieder der Besatzung lagen dagegen auf der Bordwand und schliefen in der Sonne.

SeetangbauerIm SeetangfeldDevils Tear, direkt am Dream BeachLembongan ist eine schnuckelige kleine Insel vor Bali. Hier gibt es fast keine Autos, alle Welt fährt Moped. Und hier wird Seetang angebaut, der dann nach China und Japan exportiert wird, damit später daraus Kosmetikprodukte werden können. Vor den Stränden rund um die Insel sieht man die Seetangfelder und die Seetang-Bauern, die bei beginnender Ebbe mit ihren Strohhüten durch die flachen Gewässer waten und ernten. Der Seetang wird dann in der Sonne zum Trocknen ausgebreitet. Dabei liegt immer ein algig-würziges Aroma in der Luft.

mit Helmder gute frisch gepresste MelonensaftSonnenuntergang auf LembonganAuf Lembongan haben wir uns ein Moped genommen und sind einmal auf Tour rund um die Insel gefahren. Zuerst zum ersten empfohlenen Strand, der Mushroom-Bay. Dort empfing uns schon jemand mit Quittungsblock in der Hand, parken des Mopeds kostet nämlich. Weiter ging‘s in Richtung Dream Beach. Da aber auf Bali generell Wege kaum ausgeschildert sind, kam es wie es kommen musste: Wir mussten einen anderen Mopedfahrer nach dem Weg fragen: „Excuse me, is this the way to Dream Beach?“ „Where are you from?“ „Germany.“ „“Ah, dann ist einfacher auf deutsch…“ Super Sache, wir Touris halten zusammen und tauschen neben Wegbeschreibungen auch noch die besten Tipps aus, das alles in unserer eigenen Sprache. Der Geheimtipp heute war der „Secret Point“ auf einer kleinen Insel vor Lembongan, gleich hinter der gelben Brücke. Nach der Feststellung dass die Wellen am Dream Beach wirklich zu doll waren (an den benachbarten Klippen schoss die Gischt nur so in die Höhe), beschlossen wir also zum Secret Point zu fahren. Aber erst, nachdem wir am Dream Beach bei einem kleinen Snack noch die Aussicht auf die Brandung genossen haben.

Sonnenuntergang auf LembonganSonnenuntergang auf LembonganFanta schaut der Sonne beim Untergehen zuDer Weg zum Secret Point war ein Abenteuer. Die Brücke war einspurig, beim Hinüberfahren wackelten die Holzbretter, über die wir fuhren. Aber man soll nicht zu viel nachdenken, also rüber. Und dann kam die Straße zum Secret Point. Sie zog sich sehr seeehr lang und mit jedem Meter wurde der Asphalt weniger und die Schlaglöcher und das Geröll mehr. Auch hier gilt: Rasen tut eh keiner, schneller als 10-20 km/h wird’s einfach nicht. Wir fuhren so um die 6-8 km/h.

Der Secret Point war eine kleine Bar an einer Klippe. Unten versuchten 1-2 Surfer vor dem Riff die Wellen zu kriegen. Da mittlerweile Ebbe war, lag ziemlich viel Fels frei. Aber dennoch ein echt netter Ausblick. Als Belohnung obendrauf und als Stärkung vor dem grausam holprigen Rückweg gab’s noch einen frisch gepressten Melonensaft.

Der nächste Stopp sollten die Mangrovensümpfe sein. Kurz vor den Mangroven wurden wir vom Moped gewunken, weil die Weiterfahrt inklusive Besichtigung 4000 Rupien kostete. Die Mangroven konnte man dann auf einem abenteuerlich gezimmerten Brettersteg durchqueren. Weil der Steg aber schon beim zweiten Schritt so sehr gewackelt hat, dass Fanta ein kleiner Quietscher rausrutschte, haben wir uns die Mangroven doch nicht weiter angeschaut.

Zum Abschluss können wir noch von den Sonnenuntergängen schwärmen. Fanta wollte jeden Tag in die Restaurants am Strand, weil die Sonne genau zur Essenszeit unterging. Und so saßen wir also da, bei gegrillten Thunfisch und Bintang Bier, und während die letzten Seetang-Bauern auf ihren Booten zurückkehrten, schauten wir der untergehenden Sonne zu.

 

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