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Einfache Erkenntnisse für bessere Fotos auf Reisen

Gerade sortiere ich die Fotos der Weltreise und ärger mich! Ein Haufen Bilder sind einfach nicht zu gebrauchen: Der Junge mit dem Dudelsack in Neuseeland: Unscharf. Oder die Tanz-Performance auf Bali: Nichts zu erkennen. Tolle Erinnerungen an Adelaide im Kopf, aber die Fotos sind lahm.

und Action

Erst während der Reise habe ich ein paar grundlegende Dinge gelernt, die wichtig sind für gute Fotos:

 

Zeit für das Foto nehmen

Warten und... dann wirft der Elefant den Sand!

Bei einem tollen Motiv: Zeit nehmen! Kurz warten loht sich fast immer! Manchmal dauert es einen Moment, bis niemand mehr im Weg steht, gerade in Asien braucht man Geduld. Oder Tiere: Bei einem Elefanten habe ich eine ganze Weile gewartet, bis er endlich Sand mit dem Rüssel über sich geworfen hat. Belohnt wurde ich mit einem tollen Foto.

Das Objekt im Vordergrund / Hintergrund, die richtige Welle, der Blick des Tiers, das passende Licht: Warten zahlt sich aus, es kann das Bild deutlich besser werden lassen.

 

Auf das Licht achten

das richtige Licht = das gewisse Etwas

Licht kann eine Wissenschaft sein, muss es aber nicht. Schon mit ein bisschen Aufmerksamkeit werden Fotos oft viel besser. Ich stelle mir dazu einfach die Frage: „Woher kommt das Licht gerade und wie ist es?“ Schon ist klar: Sonne im Rücken? Benötige ich den Blitz (vielleicht zum Aufhellen)? Steht mein Model im Schatten?

Und manchmal hatte ich mit dem Licht einfach nur Glück. Wie an den Twelve Apostles, als im richtigen Moment Sonne durch ein Loch in den Wolken kam.

Schönes warmes Licht hat man meist  oft 1-2 Stunden nach Sonnenaufgang bzw. 1-2 Stunden vor Sonnenuntergang, zu dieser Zeit lohnt sich das Fotografieren besonders!

 

Die beste Kamera ist immer die, die du dabei hast

Jeder will ein Foto von Elijah Wood

Manchmal ist ein Moment, den ich festhalten will, schnell vorüber. Da lohnt es sich, mit dem Handy anstelle der großen Spiegelreflex die tief in der Tasche steckt, zu schießen. Lieber die kleine Kamera zum Einsatz bringen, als das Motiv vorbeiziehen lassen. Am roten Teppich bei der Hobbit-Premiere habe ich das deutlich gesehen: Wer keine große Kamera hatte, machte seine Fotos der Stars mit dem Handy. Hauptsache ein Bild von Elijah Wood oder Cate Blanchett!

 

Nachtfoto: lange Belichtungszeit

Die Pagoden in Guilin

Ich versuche in der Dunkelheit gar nicht erst, ein aus der Hand gehaltenes Foto einer Skyline zu machen. Das funktioniert nie. Meine Tricks für das gelungene Nachtfoto: Manuelle Belichtungszeit einstellen und Kamera aufs Stativ / hinlegen.

Hier die Anleitung zum Nachtfoto: Kamera auf einem Stativ aufstellen oder auf einem Tisch / Geländer o.ä. positionieren. Kamera in den manuellen Modus stellen und eine lange Belichtungszeit wählen ( je nach Licht reichen meist zwischen 1 und 3 Sekunden), Bei Unsicherheiten einfach verschiedene Belichtungszeiten ausprobieren. Fortgeschrittene stellen noch die ISO Zahl manuell ein(100=viel Detail, 400 und 800 = weniger Licht benötigt). Last but not least die Blende einstellen, die Blendenzahl sollte möglichst klein sein (das heißt die Blende weit offen). Jetzt auslösen, am besten mit dem Selbstauslöser, dann wackelt die Kamera nicht mehr von der Hand, die am Auslöser war. Fertig.

So lag ich halb auf dem Boden in Guilin, um die Pagoden am See zu fotografieren, das muss zum Schießen ausgesehen haben. Die Fotos sind dafür scharf geworden.

 

Der Vordergrund…

Fotograf im Bild

Simple Regel: wenn ich eine Kleinigkeit im Vordergrund habe (gern auch Unscharf) bekommt das Foto mehr Tiefe. Manchmal lohnt es sich z.B., bei einem Landschaftsbild den Busch noch vorn ins Bild reinragen zu lassen.

Zuerst fand ich es doof, dass sich auf Neuseelands Südinsel einmal ein anderer Fotograf vor mich stelle. Da hab‘ ich seine Silhouette einfach mit fotografiert und das Bild ist dadurch viel stärker geworden.

 

Die Schärfe kontrollieren

nicht ganz scharf

Wer kennt das nicht, schnell das Foto noch gemacht, und weiter.

Dabei passiert es zu oft, dass das Bild unscharf wird, weil man die Kamera nicht still gehalten hat. Deswegen nehme ich mir immer Zeit für ein Foto und halte kurz inne. Nach dem Fotografieren vergrößere ich das Bild auf dem Display und prüfe so die Schärfe. Denn verwackelte, weil zu hastig geschossene Fotos sind echt ärgerlich.

Manchmal mag ich Bewegungsunschärfe aber auch. Z.B. aus dem Zugfenster bei voller Fahrt.

 

Fotos sichern

USB SticksGerade auf Reisen kann mal die Speicherkarte den Geist aufgeben, der Laptop geklaut werden, die Festplatte kaputt gehen. Deswegen gilt: Mindestens eine (wenn nicht zwei!) Sicherungskopie(n) von jedem Bild machen und getrennt voneinander aufbewahren! Wer lange unterwegs ist, kann vielleicht auch Sicherungskopien (USB-Sticks, DVDs) per Post nach Hause schicken. Ich habe übrigens in fast jedem Land unserer Weltreise USB-Sticks gekauft. :)

 

 

 

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