Reise-Know-How
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Die Vorteile als Paar zu Reisen

Vor unserer Weltreise haben wir in Blogs und Reiseforen eine ganze Reihe von Manifesten zum Alleinreisen gelesen: Von Freiheiten die man nur alleine hätte oder von tollen Menschen, die man sonst nicht getroffen hätte. Sprach ja nicht gerade für unseren Plan, gemeinsam unsere Jobs aufzugeben und auf Weltreise zu gehen. Wir haben es trotzdem gewagt, als Paar 8 Monate um die Welt zu reisen. Und merkten, wie sehr wir das gemeinsame Reisen mochten. Hier sind einige Gründe dafür:

ein schönes Paar: Fanta mit Schildi Magnetic Island

 

Erlebnisse teilen

Wir haben gemeinsam Dinge erlebt, die wir noch nie zuvor in unserem Leben gemacht oder gesehen haben: Von den Pinguinen in freier Wildbahn über das Füttern von Elefanten bis hin zum Flug mit dem Hubschrauber auf einen Gletscher. Diese unglaublichen Momente konnten wir gemeinsam erleben, gemeinsam verarbeiten und vor allem gemeinsam erinnern. Es war großartig, jemanden an seiner Seite zu haben, wenn man die tollsten Dinge auf dieser Welt erleben darf.

 

Das gemeinsame Hobby

Wir haben schon lange festgestellt, dass Reisen eine Leidenschaft von uns zweien ist. Wir mögen es beide, uns Neues anzuschauen, eine neue Stadt zu entdecken, neue Restaurants auszuprobieren oder Tiere in freier Natur zu erleben. Auch bei der Art des Reisens und beim Level des Komforts waren wir uns einig: Lieber 2er-Zimmer als Dorm, lieber flexibel mit Mietwagen als Bus und manchmal etwas gönnen und genießen.

Außerdem schließt das gemeinsame Hobby Reisen eine Reihe Unternehmungen mit ein, die wir gerne machen: Gemeinsame Ausstellungsbesuche, gemeinsame Abende mit Freunden oder gemeinsame Radtouren.

 

Unterschiedliche Blickpunkte

Als Mann und Frau sehen und bewerten wir Dinge manchmal anders. Besonders Kulturelle und Gender-Themen. Zum Beispiel bei Beobachtungen auf offener Straße: Mir als Mann alleine wäre in Dubai nicht aufgefallen, dass viele Frauen sehr hohe High Heels unter der Burka trugen. Anderen Weltreisenden, die wir getroffen haben, ging es ähnlich: Ihm ist in Indien gar nicht aufgefallen, wie seine Partnerin von Männern angeguckt wurde. Wahrnehmungen und Blickpunkte ergänzen sich wunderbar.

 

2er Zimmer

In Hostels sind zweier-Zimmer erschwinglicher als Einzelzimmer, klar. Und zu zweit gönnten wir uns gern nicht nur ein wenig Privatheit, sondern unseren eigenen Raum als Rückzugsgebiet. Das wollten wir als über-30-Jährige manchmal einfach so haben. Außerdem muss man im 2er-Zimmer weniger auf sein Gepäck aufpassen als im Dorm, ein wichtiger Komfortpunkt.

 

Kosten teilen

Bestimmte Kosten auf der Weltreise fielen nur einmal an, und wurden nicht pro Person berechnet. So konnten wir teilen. Das waren z.B. Taxi-fahrten, die Kosten für das Zimmer, der Mietwagen / das Wohnmobil, das Porto für das Paket nach Hause usw.

 

Essen teilen

Auf der Reise kamen wir in Regionen mit Spezialitäten, die wir unbedingt alle durchkosten mussten. Denn ich muss gestehen, wir essen gerne. In Restaurants (vor allem in Asien!) bestellten wir also viele verschiedene Dinge und teilten alles. So schafften wir gemeinsam mehr unterschiedliche Portionen als man es allein könnte. Und nicht zuletzt war uns das gemeinsame Essen am Abend als Paar immer wichtig.

 

Man trifft doch Menschen

Natürlich haben wir andere Menschen auf der Weltreise kennengelernt. Manchmal redet man den ganzen Abend angeregt bei mehreren Gläsern Wein, ohne sich einmal namentlich vorgestellt zu haben. Bemerkenswert war übrigens, dass wir als Paar meist andere Paare oder alleinreisende Frauen kennengelernt haben.

 

Verhandeln und Verkäufer loswerden

Manchmal waren Verkäufer aufdringlich, manchmal wollte ich auch nur den Preis wissen ohne Kaufabsicht. Bei allzu erwartungsvollen Verkäufern wirkte der Satz „I have to discuss with my wife“ immer. Mit einem verständnisvoll-wissendem Nicken ließ man mich ziehen.

 

Sicherheit

Daran hatten wir vorher gar nicht so stark gedacht, aber klar: Wir passten aufeinander auf. Und auch auf die Sachen des jeweils anderen. Mal kurz ohne das ganze Gepäck auf Toilette gehen – kein Problem. Den Busfahrer am Losfahren hindern, weil der Partner noch nicht im Bus ist – selbstverständlich. Am Geldautomaten dem anderen den „Rücken freihalten“ – haben wir immer so gemacht.

 

Auf Weltreise zu gehen, war einfach das Beste, was wir zusammen unternehmen konnten. Es hat uns so gut gefallen, dass wir weiterhin gemeinsam reisen wollen. Wie lange und wohin steht aber noch nicht fest, das muss ich erst noch mit meiner Frau diskutieren.

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